#takefive 5x Sprung ins Publikum (Stagediving)

Jim Morrison von „The Doors“ hat es schon 1967 getan, Iggy Pop macht es nicht mehr, seit er 62 ist – und Beyoncé macht es ab und zu: Stage Diving!

Wikipedia definiert den Begriff so: Sprung des Sängers zum Beispiel einer (Rock-, Punk-, Metal-)Band oder auch Sprung einer anderen Person von der Bühne in das Publikum eines Konzerts, woraufhin die Person häufig auf den Händen der Konzertbesucher weitergetragen wird.

Dabei gibt es mehrere „Disziplinen“, wobei die extremste Variante ist, wenn von der Bühne her mit den Füssen voran ins Publikum gesprungen wird. Für den Künster wohl die unangenehmste Variante ist die, sich rückwärts ins Publikum fallen zu lassen. Kann man sich wirklich sicher sein, dass man auch aufgefangen wird?

Andere werden der Bezeichnung „Crowdsurfing“ gerecht, indem sie auf Brettern, Türen oder  einem Schlauchboot – wie hier bei Rammstein – durch die Arena getragen werden.

Und was soll das Ganze? Spass haben, natürlich! Spass haben, bis der Arzt kommt. Es ist auf beiden Seiten, Künstler wie Publikum, schon zu heftigen Verletzungen gekommen.

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Einer der „Pioniere“ des Stagedivings ist – man höre und staune – : Peter Gabriel.

Es ist verbrieft, dass er bei einem Genesis Konzert 1971 während des Songs “The Knife” ins Publikum gesprungen war – und sich dabei den Fuss gebrochen hatte. Aber offenbar hat ihn dieses Ereignis zu einem Showelement inspiriert: Später, als er als Solokünstler unterwegs war,  gehörte es (ab 1982) zum Konzert, dass er sich während des Songs „Lay Your Hands on Me“ von den ausgestreckten Händen des Publikums tragen liess. Der Song handelt von Selbstentfremdung. Der (Rückwärts-)Sprung ins Publikum wird dementsprechend vorbereitet und dann als Befreiung gefeiert, nachdem die Angst überwunden wurde. Hier  der erste Sprung ins Publikum von insgesamt 5 Clips auf Youtube: (Für die Ungeduldigen: bis  5:30 vorspulen)

Das Alter fordert offenbar seinen Tribut: Seit 2007 ist der Song von der Setlist von Peter Gabriel verschwunden.

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Als kollektiven Tanz der Körper wird das Crowdsurfing hier bei einem Festival in Polen dargestellt. Hier trägt sich das Publikum gleich selbst:

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Und in der Hardrock-Szene gilt das Stagediving als Königsdisziplin. Je höher, desto härter! Bei vielen Festivals ist der „Sport“ inzwischen auch verboten. Hier die 10 unglaublichsten „Dives“:

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Und wer möchte Beyoncé nicht auch auf Händen tragen?:

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Aber wie gesagt: So ein Sprung ins Publikum kann auch gehörig daneben gehen, wie hier  bei Green Day:

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Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel