Dank an alle meine Gastschreiber!

handshake                                                                  Foto: Wirawat Lian-udom

Bestimmte Kulturen achten die Gastfreundschaft als hohes Gut, so dass Verletzungen des Gastrechtes und der Pflichten dem Gast gegenüber mit dem Verlust der Ehre einhergehen. Dem Gastgeber obliegt es, den Gast aufzunehmen, ihn mit dem Nötigsten zu versorgen, aber ihn auch im Notfall mit vollem Einsatz zu verteidigen bzw. zu rächen, falls er während seines Gastaufenthaltes Opfer eines Angriffs wird. Oft ist die Dauer eines solchen Aufenthalts genau festgeschrieben. Bei nomadischen Völkern in Vorderasien betrug sie drei Tage und vier Stunden; der Gast gehörte während dieser Zeit praktisch zum Stamm. (Definition: Wikipedia)

So halte ich es auch mit meinen Gastbeiträgen auf meiner Seite: Der Gast ist zum Bleiben eingeladen, kann seine Meinung äussern, ohne dass sie die meine wiedergeben muss, frei von der Leber weg über etwas berichten, reklamieren, beschreiben, werben oder in Frage stellen. Vor einem Jahr habe ich diese Rubrik in meine Seite aufgenommen, Zeit für eine kleine Zusammenfassung:

Seit 1998 betreibe ich mit meinem Kollegen Enrico Luisoni die Webseite humor.ch. Zwei Jahre zuvor wurde der erste Humorkongress in Basel durchgeführt, der von Prof. Dr. Michael Titze initiiert wurde. Beide konnte ich für Gastbeiträge gewinnen. Enrico schrieb über die Entstehungsgeschichte des Kongresses und über das Buch, das über unseren Mitstreiter René Schweizer von Titze geschrieben wurde. Michael Titze seinerseits nutzte die Möglichkeit seines Gastbeitrags für ein praktisches Beispiel aus seiner Erfahrung als Humor-Therapeut. Und auch Herrn Hürzeler kenne ich aus dem Umfeld der Humorkongresse – er beschäftigt sich (auf meinen Wunsch hin) mit dem Urknall; weil das ein Thema ist, über das ich alles lese, was mir in die Finger kommt.

Im letzten Jahr wurde das 30 jährige Bestehend der Schweizer Lokalradios gefeiert. Dazu erschienen zwei Bücher und deren Autoren konnten sich bei mir über ihr Buch äussern: Roger Thiriet und Bobby BösigerMarc Bachmann ist ein Kollege aus Radio Basilisk Zeiten. Inzwischen ist er Heimwehbasler in Biel und schrieb für über die Radio Zukunft. Patrick Lynen war zu meiner Radio Zeit ein Vorbild. Ich hatte alle seine Bücher gelesen und freute mich, ihm auf Twitter und Facebook folgen zu können. Da habe ich ihn einfach angefragt, ob er was für meine Seite schreiben möchte. Und er wollte!

Den Buchhändler und Autor Matthyas Jenny kenne ich seit vielen Jahren. Wir hatten uns Ende der 70er Jahre in der Rio Bar in Basel kennengelernt. Ich las einen Eintrag auf seiner Facebook Seite und lud ihn ein, über das Geschriebene zu berichten. Er war nämlich zum ersten Mal an einem Fussballspiel!

Ebenfalls in der Rio Bar führte ich ein langes Gespräch mit der Journalistin Martina Rutschmann über die soeben rauchfrei gewordene Bar am Barfüsserplatz, bzw. über den Zwang, nicht mehr rauchen zu dürfen, wo doch gefühlte 90% der Besucher (und Personals) Raucher waren. Exklusiv schrieb sie daraufhin ihren Appell.     Die Rio Bar kommt übrigens auch im neuen Roman „Script Avenue“ von Claude Cueni vor (Seite 230):

„Die Rio Bar war wie ein Eisenbahnwagen eingerichtet: links die Abteile, rechts eine lang gezogene Bar. Ich war pünktlich. Er sass bereits im letzten Abteil – ein Tisch, zwei Sitzbänke, abgegrenzt durch halbhohe Trennwände. In der Jukebox lief I Can Help von Billy Swan. Ich war aufgeregt, aufgewühlt, und ich hatte eine nicht zu bändige Wut in mir.“

Seinen sehr persönlichen Beitrag für meine Seite lesen Sie hier:

Ursprünglich sollte meine Artikelserie über Basel und den Rhein ein Buch werden. Man konnte bereits Vorbestellungen ordern, das Buch war im Verlagsprospekt – und dann kam alles doch anders ;-( Auf jeden Fall hatte ich eine Reihe von Fachkommentaren und Gastbeiträgen eingeholt. Der Berufskleinbasler Werner Blatter hatte damals den Kontakt zum kleinbasler Urgestein Niggi Schöllkopf vermittelt. Und so kommt es, dass ich seinen Beitrag nun unter den Gastbeiträgen veröffentlicht habe. So war es auch beim Artikel über das Rheinschwimmen von Herbert Benz und der Geschichte von Alois Bischof.

Für die Adventszeit wurden mir zwei Beiträge zur Verfügung gestellt, die man eigentlich das ganze Jahr hindurch gerne lesen mag: Gaby Tscharner, meine Kollegin aus Opus Radio Zeiten, lebt und arbeitet inzwischen in Los Angeles als Korrespondentin, und der Fotograf Beat Presser (Klaus Kinski Hoffotograf und Standfotograf von Regisseur Werner Herzog) hat eine Reisereportage verfasst.

Es muss wohl im Jahr 1985 gewesen sein, als Albert Krogmann in den Studioräumlichkeiten von Radio Basilisk einen Beitrag für sein TV-Magazin “Bitte umblättern” gedreht hatte. Damals habe ich Kurt Maloo kennengelernt, der mit seinem Titel “The Captain of Her Heart” einen Welthit am Start hatte. Im Oktober 2014 erschien sein Album “What About”, dessen Entstehungsgeschichte er für mein kleines Onlinemagazin erzählt hat.

Ein schneller Meinungsumschwung beim Einkaufen im Supermarkt, und schon wird das Mineralwasser bei der Milch zurückgelassen. Rebecca Sanders beobachtet ihre Umwelt beim Einkaufen und Pendeln im Zug. Beruflich interessiert sie die Präsentation von (vergessenen) Objekten ebenfalls, allerdings in kulturgeschichtlichen Zusammenhängen. Sie arbeitet als Ausstellungskuratorin im Landesmuseum Zürich. Hier ihre Fotogeschichte:

Wenn ich Jogger sehe, denke ich immer: “Das kann nicht gesund sein…warum machen die das??”. Volker Strohm hat es versucht, mir zu erklären:

PJ Wassermann ist in der Schweiz ein Pionier der elektronischen Musik. Von Elektro-Pop bis Jingles, von Trance bis Psychedelic reicht sein musikalisches Spektrum. Die Entstehungsgeschichte seines Albums “Space Done Salad” hat er hier dokumentiert:

Kein Text, nur Bilder, hat mir Daniel Gaemperle zur Verfügung gestellt. Wir kennen uns, seit er das Cover für das einzige Album der Basler Band Blue Motion konzipiert hatte.

40 Jahre verbrachte Peter Graf als Werber in grossen Agenturen. In den 70er Jahren hatte er mich mal zusammen mit meiner damaligen Freundin (wohl nur wegen ihr!) zu einem Fotoshooting für eine Anzeige angesprochen. Das wusste er aber nicht mehr, nach bald 30 Jahren. Sonst ist er aber ein guter Beobachter:

Beliebteste Vornamen (männlich) der Schweiz waren 2014: Noah, Leon und Luca. “Jürg” war irgendwie ganz hinten. Das konnte Jürg Seiberth nicht auf sich sitzen lassen:


 

Hier ein Überblick zu allen Gastbeiträgen. Eine Kurzbio der Verfasser finden Sie jeweils am Ende des Textes. Ich freue mich auf weitere Gastbeiträge und bemühe mich, auch ein guter Gastgeber zu sein.

 

Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel