Der Rhein als Festarena

Seit 1993 findet die Basler Bundesfeier am Rhein nicht mehr am 1. August, sondern bereits am Vorabend statt.

Nach französischem Vorbild wird die grosse Feier mit dem Feuerwerk vorgezogen, damit die etwas besinnlichere, offizielle baselstädtische 1. August-Feier mit Reden und Fahnenschwingen auf dem Bruderholz nicht konkurrenziert wird und, seit der 1. August als Feiertag arbeitsfrei ist (1994), schätzt es das Publikum, am Tag nach dem spätabendlichen Feuerwerk ausschlafen zu können.

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In den letzten Jahren hat sich die Veranstaltung an und zwischen den Rheinufern unter der Leitung des Stadtmarketings zum grossen Volksfest entwickelt: Gegen 100'000 Menschen pilgern jeweils zu den Wassersportdarbietungen, Fallschirmspringern, Schlauchbootrennen und weiteren spektakulären Aktionen rund um den Rhein. So überquerte der Basler Martin Remagen auf dem Seil der Klingental-Fähre den Rhein und der Deutsche Falko Traber präsentierte seine spektakuläre Motorrad-Hochseil-Show über dem Fluss. Höhepunkt ist jeweils ein imposantes Feuerwerk, das von einem grossen Schiff aus gezündet wird. Die Festarena erstreckt sich am Kleinbasler Rheinufer von der Johanniter- bis zur Wettsteinbrücke sowie im Grossbasel von der Johanniterbrücke bis zur Mittleren Brücke und von der Schifflände bis hin zum Marktplatz. Die vielen Festbuden, Bars und Verkaufsstände sowie die zahlreichen Musikbühnen, Tanz- und anderen Aufführungen sorgen jedes Jahr für ein grosses Stadtfest, das Besucher aus der ganzen Region, also auch zahlreiche Gäste aus dem angrenzenden Ausland, begeistert. 2007 wurde das Bundesfeier-Feuerwerk erstmals gleich von zwei Rhein-Schiffen aus gezündet: nämlich vom «Kies-Ueli», unterhalb der Mittleren Brücke, und von der «Schwägalp», die oberhalb der Mittleren Brücke verankert war.

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Medienmitteilung zur Bundesfeier 2013.

Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel