Erinnerung an Kunstwerke im Rhein 1999 und 2001

Kugelg

«Werkkraftnatur» (1999)

Imagine

 

ThereisnoWater

«imagine – there’s no water» (2001)

Von Fredy Hadorn (geb. 1960)

Die Installation mitten in der Stadt war unübersehbar. Die Tageszeitung «Blick» berichtete damals von einer eisernen Kugel, welcher der Rhein zu Schwerelosigkeit vehelfen würde:

«Die Eisenkugel hat einen Durchmesser von drei Metern und wiegt nicht weniger als 1,6 Tonnen. Trotzdem dreht sie sich schwerelos auf dem Rhein: ein Symbol für die Kraft der Natur. ‹Mich fasziniert der Gegensatz von Leichtigkeit und Kraft›, sagt Künstler Fredy Hadorn, der die Idee der Kugel auf dem Rhein hatte. Er nennt die Installation, die an Drahtseilen an der Mittleren Brücke befestigt ist, ‹Werkkraft Natur›: ‹Ich möchte zeigen, welche natürliche Energie die Welt bewegt›, sagt Hadorn.»

Die Kugel war eines von sechs Kunstwerken, die bis Ende September 99 die Basler Innenstadt bereicherten. Anlass war das seit 1998 alljährlich in Basel stattfindende internationale Energieforum «Sun 21», bei dem sich alles um erneuerbare Energien und Energieeffizienz dreht. Danach erfreute das Werk  die Betrachter eine Zeit lang beim Kraftwerk Rheinfelden; seither dürfte es im Archiv des Kraftwerks zu finden sein.

Die zweite künstlerische Intervention Hadorns war ebenfalls für den Energiekongress (2001) konzipiert: Die Transparente «imagine» und «there’s no water» waren an der Wettstein- und Johanniterbrücke befestigt und mahnten in einer Anspielung an John Lennon’s Song «imagine» zum nachhaltigen Umgang mit Wasser. Die Transparente wurden nach der Aktion zu Taschen verarbeitet.

Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel