Gasthof zum Goldenen Sternen

1412 ist erstmals bezeugt, dass eine Herberge «zem swartzen Sternen» in der Aeschenvorstadt Durchreisende verköstigt hatte. Der bereits 1349 erstmals urkundlich erwähnte Gasthof ist damit das älteste Restaurant in Basel. Der Sternen gehörte zu den 13 Herrenwirtschaften, welche das sogenannte Tavernenrecht besassen. Mit diesem Privileg konnte den Gästen «dreierlei Wein und das Mahl angeboten werden». Aber was hat nun die historische Herberge «zem swartzen Sternen» in der Aeschenvorstadt mit dem heutigen Goldenen Sternen im St. Alban am Rhein zu tun?

1873 wurde der «Schwarze Sternen» renoviert, und aufgrund des neuen, freundlichen Anblicks entschloss man sich zur Umbenennung in den «Goldenen Sternen». Die grössere Veränderung folgte aber noch: Im Jahre 1964 wurde in der Aeschenvorstadt eine Strassenverbreiterung beschlossen. Als beim Abbruch der Herberge prächtige Wand- und Deckenmalereien zum Vorschein kamen, wurde eine Versetzung des «Goldenen Sternen» ins Dalbeloch an die Stelle des Restaurants «Letzistube» in die Wege geleitet. Der historische Gasthof wurde nun in einer gross angelegten Aktion Stein für Stein abgetragen, alle Täfer und Decken demontiert und nach vielem Hin und Her und unter Aufsicht der Denkmalpflege in den Jahren 1973-1974 im «Dalbeloch» – rund einen Kilometer vom alten Standort entfernt –  wieder aufgebaut. Unter den lauschigen Kastanienbäumen vor dem Restaurant, in der Nähe des St. Alban-Tors, kann man die herrliche Lage am Rheinufer bei Speis und Trank geniessen. Gleich vor dem Restaurant befindet sich der «Wild Maa», die Fährverbindung zwischen dem St.-Alban-Tal und dem Kleinbasler Rheinweg – und eine Anlegestelle für Schifffahrten nach Rheinfelden oder Hafenrundfahrten.

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Webseite des Restaurants.

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Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel