Nikoläuse auf Wasserskis

Wenn anfangs Dezember die modernen Nikoläuse mit ihren roten Kutten und weissen Bärten die Stadt in Scharen bevölkern, gibt’s auch am Rhein etwas zu sehen. Die Samikläuse sind heutzutage nämlich «mit allen Wassern gewaschen». Seit 2001 zeigt die rotweisse Schar jeweils am 6. Dezember, dass sie in Sachen Fortbewegung nicht von gestern ist. Während sie ihren Eseln, Rentieren oder was auch immer eine Pause gönnen, zeigen sie sich als Virtuosen auf Wasserskis. Das ist gerade im Winter eine wahre Leistung: Es braucht nämlich viel Kraft, um auf den Wakeboards und Skiern zu stehen, wenn sich die Kutte mit kaltem Wasser vollgesogen hat.

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Dies ist nur eine der sportlichen Aktivitäten des Basler Wasserskiclubs, den es seit 1960 gibt und der unter seinen rund hundert Mitgliedern fünfundzwanzig aktive Akrobaten zählt. Es ist der einzige Schweizer Verein dieser Art, der auf einem Fliessgewässer zu Hause ist. Und die Hobbysportler können auf eine weitere Besonderheit verweisen: Die Sprungschanze beim Kleinbasler Ufer ist die einzige in Europa auf einem Fliessgewässer und wird mit bis zu 90 Stundenkilometern genommen. Das Klubhaus befindet sich im Brückenkopf der Dreirosenbrücke auf Kleinbasler Seite. Wenn es die Wetterbedingungen erlauben, kann man das Training der Wassersportler auf den Skis oder Wakeboards jeweils am Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 16 und 21 Uhr beobachten. Auch am Wochenende (Samstag: 11 bis 20 Uhr, Sonntag: 14 bis 18 Uhr ) sind die waghalsigen Sprünge oder gewagten Formationsfahrten zu sehen.

Rainer Luginbühl

Journalist BR, Basel