So etwas wie ein Vorwort zum Blog „uferlos.basel und der rhein“

Basel & Rhein
Basel am Rhein
Am Rheinknie wird Basel lesbar. Der Fluss ist Verkehrsweg, Grenze, Bühne und Alltag. Er gehört zu den Gründen, warum die Stadt genau hier gewachsen ist.
Titelbild: Foto Berni Suter
Z’Basel an mym Rhii,
jo, dört möcht i sii!
Wäiht nit d’Luft so mild und lau,
und der Himmel isch so blau,
an mym liebe,
an mym liebe Rhii.
Johann Peter Hebel, «Erinnerung an Basel», um 1806
Das Rheinknie
Bei Basel beschreibt der Rhein einen markanten Bogen und richtet seinen Lauf nach Norden. Hier geht der Hochrhein in den Oberrhein über. Danach öffnet sich die Oberrheinische Tiefebene, durch die der Strom weiter in Richtung Nordsee fliesst.
Dort, wo der Bogen die Stadt prägt, erhebt sich der Münsterhügel. Er war schon in spätkeltischer und römischer Zeit besiedelt. Von der Aussichtsterrasse hinter dem Basler Münster, der Pfalz, liegt der Rhein zu Füssen der Stadt. Der Blick reicht über Kleinbasel bis zum Schwarzwald und zu den Vogesen.
Der Fluss teilt Basel und verbindet es zugleich. Grossbasel und Kleinbasel stehen sich gegenüber, verbunden durch Brücken, Fähren und einen Alltag, der sich an beiden Ufern abspielt.

Wasser, Zeit und Stadt
Dem Rhein wohnt eine eigentümliche Anziehungskraft inne. Er verändert sich mit Wetter, Jahreszeit und Wasserstand und bleibt doch derselbe Fluss. «Bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter», sagt man, wenn ein Ereignis noch in weiter Ferne liegt. In Basel ist das keine abstrakte Redensart. Das Wasser ist immer in Sichtweite.
Die Pfalz ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Ufer. Von hier führt der Weg zu Orten, an denen sich Alltag, Geschichte, Technik und Kultur berühren.
Stationen am Fluss
Der Basler Abschnitt des Rheins lässt sich erlaufen, überqueren, durchschwimmen und gelegentlich vertanzen. Einige Stationen:
Lebensader und Lebensraum
Als Wasserstrasse verbindet der Rhein die Schweiz mit den Nordseehäfen. Die Häfen in Basel-Kleinhüningen, Birsfelden und Muttenz sind eine nationale Logistikdrehscheibe. Zugleich sind die Ufer Promenade, Naherholungsraum, Badeplatz und Kulturort.
Die Entwicklung Basels lässt sich ohne den Rhein kaum erzählen: von den spätkeltischen Siedlungen über die römische und mittelalterliche Stadt bis zur modernen Chemie- und Hafenregion. Der Fluss brachte Menschen, Waren, Ideen und gelegentlich Hochwasser.
So wurde er zum geografischen und geistigen Bezugspunkt der Stadt. Das blaue Band verbindet Alltag, Natur, Kunst und Geschichte vom Kraftwerk Birsfelden bis zur Schleuse von Kembs.
Was es am, im, auf und über dem Rhein zu entdecken gibt, versammelt dieses Blog. Nicht alles. Sonst würde es uferlos.
Zwei Blicke auf den Rhein
Weiter am Rhein
Beiträge über Basel, den Rhein und das langjährige Blogprojekt «uferlos». Zuoberst steht jeweils der jüngste Beitrag.
Die Basler Fähren: Vom Wasser getragen, von der Stadt geliebt
Vier Rollfähren, ein Rhein und eine Stadtgeschichte, die mit der Strömung fährt Man steigt ein, das Holz knarrt unter den Schritten, die Kette rasselt – und schon wird der Lärm…
Das Basler Münster
Das Basler Münster ist kein Bau aus einem Guss. Seine Geschichte reicht vom frühmittelalterlichen Bischofssitz über romanische und gotische Bauphasen, das Erdbeben von 1356 und den Bildersturm von 1529 bis zu den Restaurierungen der Gegenwart. Ein Rundgang durch ein Bauwerk, in dem sich Basels Geschichte Schicht für Schicht zeigt.
Das Basler Münster
Das Basler Münster ist kein Bau aus einem Guss. Seine Geschichte reicht vom frühmittelalterlichen Bischofssitz über romanische und gotische Bauphasen, das Erdbeben von 1356 und den Bildersturm von 1529 bis zur heutigen Münsterbauhütte. Ein Rundgang durch ein Bauwerk, in dem sich die Geschichte Basels Schicht für Schicht zeigt.
Rheinspaziergang 16.11.2023
Heute wieder mal ein Regenspaziergang bei Hochwasser am Rhein. Ein Bilderspaziergang enlang des Ufers zwischen Mittlere Brücke und Dreirosenbrücke.
In eigener Sache
In den kommenden Wintermonaten plane ich, meine bisherigen Blogbeiträge zu überarbeiten, zu aktualisieren und mit neuen Links zu ergänzen. Es wird sich anfühlen wie das Durchblättern eines alten Fotoalbums, gepaart mit der Aufregung neuer Entdeckungen.
Geschichten vom Rhein (19)
Von wegen überflüssig: Das Rheinbad Breite erstrahlt wieder in seiner vollen Grösse 1992 wurde es verkleinert, nun eröffnet das Bad zu seinem 125-Jahr-Jubiläum den Erweiterungsbau – und feiert dies mit…
Geschichten vom Rhein (18)
Der Rhein hat 1963 unter einer dicken Eisdecke gelegen und inspirierte die Basler zu winterlichen Aktivitäten wie Schlittschuhfahren und Eishockey spielen. Auch die Legende vom Wild’maa und seinem Tännli, die auf dem Eis tanzten, bleibt unvergessen.
Geschichten vom Rhein (17)
Um effizienter mit der vorhandenen Arbeitsfläche umzugehen, plant Rhenus Alpina, ein neues, trimodales Terminal zu bauen. Das Baudepartment hat die Baubewilligung erteilt.
Der Rhein war schon immer die Lebensader der Stadt Basel
«uferlos – Basel und der Rhein» folgt dem Fluss vom Kraftwerk Birsfelden durch die Stadt und ihre Häfen bis zur Schleuse von Kembs. Der Blog erzählt von Alltag, Kunst, Natur, Industrie und Stadtgeschichte am, im, auf und über dem Wasser.


